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Oasentag in der kath. Bildungsstätte, Maria Rast, Euskirchen 23.11.2018: Motto „In uns liegt eine Kraft“

Das Programm startete um 10h für die 15 Teilnehmer/innen nach einem Danklied mit der Begrüßung durch Frau A. Wittgen, Vorsitzende und „Motor“ der SHG seit 10 Jahren. Daran schloss sich ein kurzer Abriss über die bisherige Entwicklung und Arbeit der BIGE an.

Frau R. Heuer, Leiterin der Familienbildungsstätte Euskirchen, „Haus der Familie“, begrüßte danach die Gäste. Seit dem Start der BIGE besteht eine konstruktive, unterstützende Zusammenarbeit. Ausgehend von ihr vorbereiteten Themenkarten zu „Dankbarkeit“ wählten die Teilnehmer/innen die ihnen entsprechende Aussage und trugen diese vor. Damit sollte der persönliche Gewinn bewusst gemacht und herausgestellt werden, den die BIGE-Mitglieder aus den Gruppentreffen, Vorträgen und Seminarveranstaltungen u.a. zur Bewältigung ihrer Probleme mitnehmen.

Nach kurzer Kaffeepause begann die 1.Themeneinheit: persönliche Ressourcen, Einfluss- und Handlungsmöglichkeiten erkennen. Ausgangspunkt war der rollenverteilt vorgetragene Text „In uns liegt eine Kraft“.

Das Beispiel der Perlenmuschel verdeutlicht u.a., dass diese Muschelart eine einzigartige Besonderheit hat: Mit dem einfließenden, Nahrung bringenden Wasserstrom wird mitunter ein Sandkorn ins Innere gespült. Dieser Fremdkörper verursacht im weichen Inneren der Muschel Reizung und Schmerz. Diese Muschelart besitzt jedoch die geniale Fähigkeit und Kraft, das Störende, die Verletzung, das Negative in etwas Einmaliges, Schönes, Wertvolles zu verwandeln, die schimmernde Perle.
Im Anschluss erarbeiten die Teilnehmer/innen in Gruppen, was ihnen persönlich bei der Bewältigung von Verletzungen, Kränkungen, Problemen, Krisen geholfen hat und welche Eigenschaften besonders hilfreich waren. Unter dem Thema „Kraftquellen“ wurden die Ergebnisse vorgetragen, ergänzt und diskutiert.

Nach dem Mittagessen und ausgedehnter Mittagspause stand nachmittags eine kurze zweite Themeneinheit an. Die zahlreichen Aspekte aus der Gruppenarbeit wurden ergänzt, untereinander besprochen, gewichtet, so dass als Ergebnis ganz besonders wichtige, hilfreiche Eigenschaften und individuelle Kraftquellen herausgearbeitet werden konnten. In die Abbildung eines Koffers konnte jeder für sich persönlich Dasjenige notieren, was ihm bei der Bewältigung von Krisen und Herausforderungen helfen würde. Damit nahmen alle Teilnehmer/innen ihren ganz eigenen „Notfall – Koffer“ mit.

Bei Kaffee und Kuchen ergaben sich zum Ende des Treffens intensive, lebendige Gespräche.
Das Feedback lässt sich so zusammenfassen: Eine derartig themen-, und ressourcenorientierte Auseinandersetzung tut gut, weil sie diverse, neue Anstöße zur Reflexion bietet. Diese helfen, aus den Grübelketten herauszukommen, Schuldzuweisungen zu beenden, Hoffnungslosigkeit zu ertragen, also einen Perspektivenwechsel zu vollziehen. Andererseits wird das Belastende, Schmerzhafte ggf. wieder bewusster wahrgenommen, was zu Traurigkeit und Tränenfließen führt. Aber in der SHG sind alle mit der gleichen schmerzhaften Problematik befasst, deshalb fühlt man sich verstanden und von der Gemeinschaft ge- und unterstützt, was deutlich entlastet. Gelingt es im Lauf der Zeit, den fehlenden, unzureichenden, belasteten Kontakt zu Kindern, Schwiegerkindern und Enkeln als Unabänderlichkeit zu akzeptieren, kann es trotz des großen Schmerzes gelingen, sich wieder positiv in seinem Leben einzurichten. Trotz der Verletzungen, der Ohnmacht und großen Sehnsucht wird das Leben wieder lebenswert, weil durch die Konzentration auf sich selbst, neue Kraftquellen und Zukunftsperspektiven erschlossen werden.

Die segensreiche Arbeit der SHG – BIGE wäre ohne das selbstlose Engagement der Vorsitzenden, Frau A. Wittgen, unmöglich.


Danke, dass es dich gibt! - Danke, dass du für so viele da bist! - Danke, für dein großes, weites Herz!

Seit 10 Jahren steht sie telefonisch für Rat und Hilfe zu Verfügung. Darüber hinaus hat sie immer offene Ohren für die speziellen Sorgen und Nöte der BIGE – Mitglieder. In besonders schmerzhaften Lebenssituationen bietet sie ihnen Mitgefühl, Empathie , Unterstützung und gibt wertvolle Tipps. Durch ihre freundliche, gewinnende Art gelingt es Frau Wittgen, vielfältige, bundesweite Vernetzungen herzustellen. Durch ihre unermüdliche Teilnahme an Seminaren, Fortbildungen, Demonstrationen u.a. macht sie auf die Problematik von Großeltern mit fehlendem/unzureichendem Kontakt zu Kindern und Enkeln aufmerksam und rückt damit das häufig tabuisierte Thema in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Dazu setzt sie ihre vielfältigen Kontakte zu Experten: Psychologen, Rechtsanwälten, Coaches, Jugendämtern u.a. ein, diese zur Weiterbildung und Problemlösung für die Mitarbeit bei BIGE – Veranstaltungen zu gewinnen.
Wir wünschen Frau A, Wittgen viele weitere Jahre segenreichen Wirkens für die SHG – BIGE.
Wir wünschen Frau A. Wittgen aber auch, dass sie mit ihren persönlichen Grenzen und Kraftquellen achtsam umgeht!
Ch.H./Mitglied der BIGE - Köln